Anis – schon der Name lässt den Duft warmer Weihnachtsküche erahnen. Dieses zarte, süßlich duftende Gewürz gehört seit Jahrhunderten zu den Klassikern in Plätzchen, Lebkuchen und winterlichen Getränken.
Es ist wie ein kleiner Geschichtenerzähler: Jede Note trägt Erinnerungen an Omas Backstube, an frostige Nachmittage mit dampfendem Tee und an den Zauber der Adventszeit.
Ursprung und Geschichte von Anis
Anis hat eine lange Reise hinter sich. Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien. Schon die alten Ägypter kannten Anis – nicht nur als Küchengewürz, sondern auch als Heilmittel.
Im Mittelalter kam er über Handelswege nach Mitteleuropa. Kaufleute brachten die kleinen, sternförmigen Samen in kostbaren Säcken, und bald fanden sie ihren Platz in Klosterküchen und Backstuben.
In alten Rezeptbüchern taucht er immer wieder auf, oft als Zutat für Festtagsgebäck oder als aromatische Komponente in Likören.
Sein charakteristisches Aroma machte ihn schnell unverzichtbar – besonders in der kalten Jahreszeit, wenn würzige, wärmende Zutaten gefragt waren.
Bedeutung in der Weihnachtszeit
Der süß-würzige Geschmack passt perfekt zu traditionellen Weihnachtsgebäcken. Er verleiht Springerle, Lebkuchen und Aniskipferln ihre unverwechselbare Note.
Aber er ist mehr als nur Geschmack. In vielen Kulturen galt er als Symbol für Glück, Schutz und Harmonie. Vielleicht ist es genau dieser Hauch von Wohlgefühl, der uns beim Duft von Anis sofort in festliche Stimmung versetzt.
Dazu kommt: Sein ätherisches Öl wirkt wohltuend bei Erkältungen und sorgt für eine wärmende Wirkung – perfekt für frostige Winterabende.
Anis heute – So wird er verwendet
Heute findest du Anis in unzähligen Formen.
Als ganze Samen, gemahlen oder im bekannten Sternanis (der botanisch zwar nicht verwandt ist, aber ähnlich schmeckt).
Beliebte Einsatzmöglichkeiten in der Weihnachtszeit:
- Plätzchen & Gebäck: Springerle, Pfeffernüsse, Anisplätzchen
- Getränke: Glühwein, Punsch, Anistee
- Dekoration: getrocknete Sternanis-Schoten als natürlicher Schmuck
- Liköre & Spirituosen: Ouzo, Pastis, Raki
Wenn du Anis selbst verarbeiten möchtest, röste die Samen kurz in einer Pfanne, bevor du sie mahlst – so entfaltet sich das Aroma noch intensiver.
Wissenswertes
- Schon im alten Rom wurden Anisgebäckstücke nach üppigen Festmahlen gereicht, um die Verdauung zu fördern.
- Der Name „Anis“ stammt aus dem Lateinischen anisum.
- Anis gehört zur Familie der Doldenblütler – genau wie Dill oder Fenchel.
- In vielen Ländern wird Aniswasser als Hausmittel gegen Erkältung eingesetzt.






