Aberglauben begleitet uns seit Jahrhunderten. Denn manchmal wie ein unsichtbarer Schatten, manchmal wie ein funkelnder Begleiter, der Geschichten ins Ohr flüstert. Gerade zur Weihnachtszeit mischen sich christliche Traditionen mit alten Mythen, Symbolen und kleinen Ritualen.
Manche lachen darüber, andere schwören darauf. Doch egal, wie du dazu stehst: Aberglauben verleiht den Festtagen einen Hauch von Magie.
Ursprung und Geschichte von Aberglauben
Die Wurzeln des Aberglaubens reichen tief in die Menschheitsgeschichte. Lange bevor es elektrisches Licht und Supermärkte gab, lebten Menschen im Einklang mit der Natur – und suchten Erklärungen für das Unerklärliche. Knackendes Holz im Kamin? Ein Omen. Ein Kälteeinbruch? Vielleicht der Zorn der Götter.
Mit der Christianisierung Europas verschmolzen heidnische Rituale mit christlichen Festen. Viele Weihnachtsbräuche – wie der Glaube an Glück bringende Mistelzweige oder das Warten auf besondere Sternkonstellationen – entstammen uralten Vorstellungen. Erste schriftliche Erwähnungen weihnachtlicher Aberglauben finden sich bereits im Mittelalter, oft in Verbindung mit Wetter- oder Erntevorhersagen.
Bedeutung von Aberglauben in der Weihnachtszeit
Weihnachten ist nicht nur ein Fest der Familie, sondern auch eine Zeit voller Symbole. Aberglaube wirkt hier wie ein unsichtbares Band zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
- Schutz vor dem Bösen: In manchen Regionen werden Fenster in der Heiligen Nacht nicht geöffnet – man will keine Geister hereinlassen.
- Glücksrituale: Ein Stück Brot vom Weihnachtsabend soll das ganze Jahr über vor Hunger schützen.
- Wetterorakel: Die Raunächte zwischen Weihnachten und Dreikönig gelten als magisch – jede Nacht steht angeblich für einen Monat des kommenden Jahres.
Warum das so wichtig ist? Weil es uns das Gefühl gibt, verbunden zu sein – mit unseren Vorfahren, mit einer langen Tradition, mit etwas Größerem als uns selbst.
Aberglauben heute – So wird er gefeiert
Heute mischt sich der Aberglaube mit moderner Lebensweise. Manche zünden in der Weihnachtsnacht noch immer eine Kerze an, um Glück ins Haus zu holen. Andere hängen bewusst Mistelzweige auf – nicht nur für den Kuss darunter, sondern weil „es ja nicht schaden kann“.
In Skandinavien legt man am Heiligabend zusätzliches Stroh für die Tiere aus – ein Überbleibsel aus dem Glauben, dass dies Glück und Fruchtbarkeit bringt. In Bayern wird in den Raunächten geräuchert, um Haus und Hof zu reinigen.
Tipp: Wenn du den Aberglauben selbst erleben willst, plane eine Reise zu einem traditionellen Weihnachtsmarkt oder in eine Region mit aktiven Raunachtsbräuchen.
Wissenswertes und Fun Facts zu Aberglauben
- Die Raunächte dauern traditionell vom 25. Dezember bis zum 6. Januar.
- In manchen Gegenden darf zwischen den Jahren keine Wäsche gewaschen werden – angeblich verheddern sich sonst Geister darin.
- Der Brauch, am Neujahrstag Linsen zu essen, stammt aus dem Glauben, dass sie Geldsegen bringen.
- Früher wurde in der Weihnachtsnacht Wasser aus bestimmten Quellen geholt – man sagte, es habe heilende Kräfte.
Häufige Fragen zu Aberglauben (FAQ)
Woher stammt Aberglauben?
Er stammt aus alten, oft heidnischen Traditionen und wurde später mit christlichen Festen verbunden.
Warum feiert man Aberglauben zu Weihnachten?
Weil viele Rituale und Symbole in dieser Zeit besonders kraftvoll gelten und mit Schutz, Glück und Vorhersagen verbunden sind.
Wie kann ich Aberglauben zuhause umsetzen?
Probiere kleine Rituale wie das Aufhängen eines Mistelzweigs, das Räuchern in den Raunächten oder ein eigenes Wetterorakel.






